Geschichte des Hauses

C.C. Christiansen – Der „Vater“ des Waldschulheims

Das ADS-Waldschulheim trägt den Namen C.-C.-Christiansen-Heim nach dem Flensburger Kaufmann Christian Carsten Christiansen. 1883 in Flensburg geboren, übernahm er 1906 zusammen mit seinem Bruder, Konsul Fritz Christiansen, das väterliche Unternehmen. Dabei handelte es sich um eine Brennerei und Hefeproduktion. Christian C. Christiansen repräsentierte die Firma nach außen, wurde von Deutschen und Dänen geachtet und die Flensburger Bevölkerung wählte ihn nach dem 2. Weltkrieg zum ersten Bürgermeister der Stadt. 1948 gründete er mit anderen Flensburger Bürgern die ADS. Bis zu seinem Tode 1960 war er 1. Vorsitzender des Vereins. Er hat es verstanden, der ADS eine klare politische Zielsetzung zu geben und den Weg für die soziale Arbeit vorzuzeigen.

 

Am 15. Mai 1953 wurden erstmalig Gäste im Schullandheim Glücksburg begrüßt. Eine alte, aus dem Krieg stammende Baracke bot 130 Betten. Ringsum gab es Wald, Wiese und Sumpf. Unter der Beteiligung der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ wurden ein Schulwald angepflanzt, Waldläuferlehrgänge durchgeführt und internationale Jugendbegegnungen ermöglicht. Die Ausstattung war sehr spartanisch, gekocht wurde auf einem großen Kohlenherd, es gab in den Waschräumen nur Kaltwasser und die Lehrkraft schlief mit in den Schülerräumen. Bewohnbar war die Baracke nur in den wärmeren Monaten, im Winter wurde sie den Mäusen ein Domizil.

Ab 1957/58 gab es Pläne, ein neues Haus zu bauen, das den steigenden Bedürfnissen eher entsprach. So wurde am 12. April 1961 ein Neubau mit 104 Betten oberhalb der Baracke eingeweiht. Der damalige Festredner, Ministerpräsident Kai-Uwe von Hassel, würdigte und gedachte des inzwischen verstorbenen 1. Vorsitzenden der ADS, Christian Carsten Christiansen, der maßgeblich zum Entstehen des Schullandheimes beigetragen hatte. So wurde das Waldschulheim Glücksburg nach ihm benannt.

1985 erfolgte dann eine Erweiterung des Heims um den Westflügel mit zwei Etagen, die Schlaf-, Tagesräume und Lehrerschlafräume sowie Sanitäranlagen aufwiesen. Die 3. Etage wurde zum Tischtennisraum und Kaminzimmer. Durch Verringerung der Bettenzahlen in den einzelnen Zimmern, wo früher 8 Betten standen, waren es dann 6 Betten, durch Umwandlung von Schlafräumen in Tagesräume, hatte es nun eine Kapazität von 122 Betten.